Die Rock-Bar Schwabinger 7 ist ein historisches Lokal in München, das sich in der Feilitzschstraße befindet. Der Name bezieht sich auf den Stadtteil Schwabing und die Hausnummer der ersten Örtlichkeit der Kneipe. Das Lokal wurde in den 1950er Jahren in einem temporären Gebäude in einem von Bombardierungen zerstörten Gebiet eingerichtet. 1969 übernahm Gerd Waldhauser die Führung der Bar. 2011 stand der Abriss des Gebäudes im Rahmen eines Neubauprojekts bevor, was zu Protesten führte. Das Lokal wurde unter gleichem Namen an der Feilitzschstraße 15 wieder eröffnet.

Atmosphäre in der Schwabinger 7

Die Bar Schwabinger 7 hatte über Jahrzehnte ein unverändertes Interieur im dunklen Vollholz und galt als klassisches Beispiel für eine „ranzige“ und unverfälschte Kneipe in München, die noch nicht von der Gentrifizierung betroffen war. Einige Personen, wie der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude bezeichneten die Bar als „Saufkneipe in einer ehemaligen Baubaracke“, andere beschrieben sie als „finsteres Kneipenloch“, während Anhänger sie liebevoll als „Schwasi“ bezeichneten. Es wird berichtet, dass auch die damals berühmte Schriftstellerin Ingeborg Bachmann 1958 in der Bar traf.

Abriss der alten Schwabinger 7

Im Jahr 2011 stand der Abriss des Gebäudes in der Feilitzschstraße bevor und es gab eine Vielzahl von Protestveranstaltungen. Eine Gruppe von Studenten organisierte eine Bürgerinitiative über soziale Netzwerke und hielt ihre erste Pressekonferenz in der Bar Schwabinger 7 ab. Diese wurde von etwa 20 Journalisten und einer größeren Anzahl Polizisten besucht, da vermutet wurde, dass es sich um eine illegale Versammlung handelte.

Eine weitere Initiative wurde von Kleinkunstveranstalter Till Hofmann initiiert, der auch die Münchner Lach- und Schießgesellschaft und das Münchner Lustspielhaus betreibt. Unter dem Motto „Rettet die Münchner Freiheit – für ein kulturelles Schwabing“ traten zahlreiche Künstler auf, darunter Hannes Ringlstetter, Georg Eggers, Willy Michl, Michael Sailer, Moses Wolff, Sven Kemmler, Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig, Andreas Rebers sowie Konstantin Wecker. Ein Antrag auf Eintragung in die Denkmalliste, gestellt von Ludwig Spaenle als Mitglied des zuständigen Bezirksausschusses, wurde vom bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgelehnt.

Eine weitere bekannte Aktion wurde von den Bayernultras Schickeria durchgeführt, die bei einem Bundesliga-Spiel in der Allianz Arena gegen den VfB Stuttgart mit Transparenten für den Erhalt der Schwabinger 7 protestierten. Der Komiker Michael Mittermeier betonte in einem Interview mit dem Spiegel die Bedeutung der Bar für die Kultur Münchens, ihre frühere Prominenz, die Verbindungen zu Prügeleien und die Rolle im Umfeld der 1962er Schwabinger Krawalle und sagte: „Unsere Kinder werden dort, wo heute noch Kneipen herumstehen, nur noch Nagelstudios finden.“

Obwohl der Oberbürgermeister von München, Christian Ude, gegen den Erhalt der Bar Schwabinger 7 Stellung nahm, setzten sich die SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Pfaffmann und Franz Maget sowie die Münchner CSU für ihre Erhaltung ein. Ein Neubauprojekt auf dem ehemaligen Standort wurde 2012 aufgrund von Klagen von Wohnungseigentümern aus der Marktstraße, einschließlich der Frau des Betreibers der Schwabinger 7, Waldhauser, für einen kurzen Zeitraum verzögert. Diese Klagen richteten sich gegen einen geplanten fünfstöckigen Neubau, obwohl an der Brandmauer zu erkennen war, dass hier vor der Zerstörung im Krieg bereits ein ebenso hohes Gebäude stand.

Bombenfund 2012

Am 27. August 2012 wurde unter der Oberfläche, auf der sich die Schwabinger 7 befunden hatte, eine 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Diese war noch mit einem funktionsfähigen chemisch-mechanischen Langzeitzünder ausgestattet, was sie jederzeit hätte explodieren lassen können. Als die Süddeutsche Zeitung Gerd Waldhauser, den Betreiber der Schwabinger 7, auf diese Entdeckung ansprach, antwortete er scherzhaft: „Offenbar haben wir nicht wild genug gefeiert, sonst wäre sie ja hochgegangen.

Das wirft ja fast ein schlechtes Licht auf die 7!“ Die Bombe konnte nicht entschärft oder entfernt werden und wurde am 28. August kontrolliert gesprengt. Durch die Explosion entstanden erhebliche Sachschäden in Millionenhöhe und brennendes Stroh landete auf den Dächern mehrerer Häuser. Die Feuerwehr von München war im Einsatz, um die Brände zu löschen, bevor sie sich weiter ausbreiten konnten.

Neueröffnung der Rock-Bar

Nach dem Abriss des Gebäudes in der Feilitzschstraße 7, wurde die Bar mit originalem Mobiliar und Einrichtung in der Feilitzschstraße 15 neu eröffnet. Hier gehst Du einfach die Treppe nach unten und stehst dann direkt an der Theke der Rock-Bar. 

In regelmäßigen Abständen treten in dieser Rock-Bar auch Live Acts auf. Auch Fußballspiele zur EM oder WM werden hier auf einer Leinwand übertragen. Ein weiteres Highlight ist ein alter Flipper direkt neben der Garderobe. Zu späterer Stunde wird der kleine Bereich neben der Theke zur Tanzfläche. In der Regel wird hier dann der gute alte Mainstream aus Rock, Punkrock und Metal gespielt. Das Publikum ist hier Schnitt so zwischen 25 und 50 Jahre. Es entspricht auch keiner bestimmten Zielgruppe.

Ich persönlich bin auch öfters in dieser Rock-bar anzutreffen, das diese auch nur 2 bis 4 Minuten Fußweg von der Rock- und Metalbar Abseits entfernt liegt. So kannst Du auch immer ein kleines Barhopping machen. Ein weiteres plus für diese Rock-Bar ist, dass es auch in der Woche sehr lange geöffnet hat. Am Wochenende öffnet die Bar um 21 Uhr ihre Pforten. 

Kurz Porträt Schwabinger 7

 

Adresse:

Schwabinger 7
Betreiber: G. Iannoscolli
Feilitzschstraße 15
80802 München,
Tel 089 348470,

Email: info@schwabinger7.de
website: schwabinger7.de, umgeleitet auf die Facebookseite

Facebook: www.facebook.com/Schwabinger7

One Reply to “Schwabinger 7 – Im Herzen von Schwabing”

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